Lymphdrüsenkrebs, auch Lymphom genannt, beim Hund

Als Lymphdrüsenkrebs oder Lymphom bezeichnet man einen bösartigen Tumor ausgehend von einer bestimmten Blutkörperchen-Art (Lymphozyten). Die Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen und damit zu den wichtigen Abwehrzellen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen B-Zellen und T-Zellen.
Diese Zellen findet man vor allem in Lymphdrüsen (Lymphknoten), Leber und Milz vor.

So kommt es im Laufe der Erkrankung zu einer unkontrollierten Vermehrung dieser Zellen. Je nachdem welche Vorläuferzelle betroffen ist, handelt es sich um ein B-Zell Lymphom oder ein T-Zell Lymphom. Die entarteten Zellen verlieren in eigentliche Funktion und vermehren sich immer weiter in den entsprechenden Organen.
Weil die Lymphozyten im gesamten Körper vorkommen, können fast alle Organe betroffen sein.

Beim Lymphdrüsenkrebs können verschiedene Organe betroffen sein

In den allermeisten Fällen (ca. 80%) beginnt die Erkrankung in den Lymphknoten und im weiteren Verlauf breitet der Krebs sich weitter aus. Zumeist sind dann Milz und Leber betroffen, später auch das Knochenmark.

Je nach anatomischer Lokalisation unterschiedet man verschiedene Arten des Lymphoms:

  • das Multizentrische Lymphom
  • das gastroinstinale Lymphom
  • das mediastinale Lymphom/ Thymuslymphom
  • das extranodale Lymphom/ Hautform

Das Multizentrische Lymphom

In ca. 80 % der Fälle wird beim Hund ein multizentrisches Lymphom diagnostiziert.

Darunter versteht man die Vergrößerung eines oder mehrerer Lymphknoten. Daneben können Leber und Milz sowie Knochenmark oder andere Organe betroffen sein.
Die Hunde zeigen neben einer Schwellung der fühlbaren Lymphknoten (diese liegen im Bereich des Unterkiefer, Kniekehle Leiste oder an der Brust). Die Lymphknotenschwellung kann dabei erhebliche Größe annehmen. Daneben sind unspezifische Symptome wie Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schlappheit oder Fieberschübe möglich.

Das gastroinstinale Lymphom

Bei dieser Form liegen die Krebszellen häufig im gesamten Magen-Darm-Trakt vor. Die Hunde leiden unter folgenden Symptomen:

  • Gewichtsverlust,
  • Erbrechen,
  • Durchfall,
  • Appititverlust und/ oder Schlappheit

Das extranodale Lymphom/ Hautform

Diese Form tritt ausgesprochen selten auf. Hierbei sind hauptsächlich verschiedene Organe wie Haut, Nieren, Hoden oder Nase befallen. Außerdem können auch Auge oder Nervensystem mitbetroffen sein. Dies kann aber auch in Folge einer Metastasierung bei einem multizentrischen Lymphom möglich sein.
Die Symptome dieser Art hängt von dem betroffenen Organ ab.

Hunde mit einer Hautform, auch Kutanen Lymphom genannt, werden mit Hautveränderungen wie Haarlosigkeit, Rötungen oder Juckreiz vorgestellt.

Die verschiedenen Stadien eines Lymphoms

Neben der Einteilung nach der anatomischen Lokalisation kann das Lymphom ferner nach dem Stadium eingeteilt werden.
Die World-Health-Organisation (WHO) gibt ein klinisches Staging-System vor, dass auch beim Hund angewandt werden kann.

Lymphdrüsenkrebs (Lymphom) beim Hund, www.vet-dogs.de, www.vetdogs.de

Zusätzlich werden die Stadien noch in A und B eingeteilt.

A: ungestörtes Allgemeinbefinden
B: gestörtes Allgemeinbefinden oder Hyperkalzämie

Die meisten Hunde werden im Stadium III oder VI vorgestellt.

Die weitere Einteilung beim Lymphom

Wie oben schon erläutert, kann man die Lymphome nach der Ursprungszelle in B- Zell oder T-Zell Lymphom unterteilen.

Der Großteil der Lymphome beim Hund gehört zum B-Zell Typ (ca. 70 %).

In ca. 20-25 % der Fälle handelt es sich um ein T-Zell Lymphom. Die T-Zell Lymphome verhalten sich meistens aggressiver und können eine zusätzliche sogenannte Hyperkalzämie aufweisen.

Bei den meisten mediastinalen Lymphen handelt es sich um einen T-Zell Lymphom.

Daneben können die Lymphome histologisch eingeteilt werden. Man unterscheidet sogenannte „low-grade“ und „high-grade“ Lymphome. Die Einteilung erfolgt durch eine histologische Untersuchung indem man sich die Zellteilung anschaut. „Low-grade“, niedriggradige Lymphome verhalten sich meistens weniger aggressiv und hochgradige Lymphome („high-grade“) dagegen eher aggressiv.

Die Prognose beim Lymphdrüsenkrebs kann sehr variabel sein

Hunde, die bereits mit einem gestörten Allgemeinbefinden vorgestellt werden (Atembeschwerden, Magen-Darmprobleme), ebenso Hunde mit speziellen Lokalisationen (mediastinales-, gastrointesinales- oder ZNS-Lymphom) haben generell eine schlechtere Prognose. Auch Veränderungen im Blutbild (wie Hyperkalzämie, Anämie oder Verringerung der Thrombozyten) können sich negativ auf die Prognose auswirken.
Außerdem haben erfahrungsgemäß T-Zell-Lymphome eine schlechtere Prognose. Diese Form geht auch häufiger mit einer Hyperkalzämie einher.
Hunde mit dem MDR 1 Gendeffekt und erfahrungsgemäß Collies und collieartige Hunde im Allgemeinen haben auch eine schlechtere Prognose.
(Hier erkläre ich dir, was der MDR 1 Gendefekt ist und warum es wichtig ist, zu wissen, ob dein Hund darunter leidet)

Eine Vorbehandlung mit Kortikosteroiden oder Zytostatika können zu einer Medikamentenresistenz führen.

Zusammenfasst kann man sagen, dass folgende Faktoren zu einer schlechteren Prognose führen:

  • gestörtes Allgemeinbefinden (Atembeschwerden, Erbrechen, Durchfall etc.)
  • mediastinales Lymphom, gastroinstestinales- oder ZNS-Lymphom
  • highgrade Lymphome
  • T-Zell Lymphom
  • Laborveränderungen (Anämie, Verringerung der Blutplättchen (Thombopenie) und Hyperkalzämie)
  • Vorverhandlung mit einem Kortikosteroid oder Zytostatika
  • Hunde mit MDR Gendefekt
  • bestimmte Rassen, wie Collies oder collieartige Hunde

Die Hyperkalzämie – ein ernstes paraneoplastisches Syndrom

Unter einer Hyperkalzämie, versteht man einen Zustand, der anzeigt, dass der Kalziumspiegel im Blut des Hundes höher ist als normal. Das kann neben vielen verschiedenen Faktoren auch durch einen Tumor verursacht werden (z. B. Lymphom, Analbeutelkarzinom, weitere Karzinome).
Durch bestimmte Stoffe, die vom Tumor gebildet werden, kommt es zu einem Anstieg des Kalziumspiegels. Da ein erhöhter Kalziumgehalt im Körper vor allem für die Nieren stark schädigend ist, sollte beim Vorliegen einer Hyperkalzämie sofort mit Maßnahmen, die zum Senken des Kalziumspiegels führen, begonnen werden.

Die Diagnose wird mittels einer Gewebeprobe gestellt

Zur Diagnose ist die Untersuchung von Gewebeproben notwendig.
Diese können als sogenannte Feinnadelaspiration (Zellen werden mittels einer Spritze entnommen) oder als Biopsie (Entnahme einer größeren Gewebeprobe) gewonnen werden.

Für die Unterscheidung, ob es sich um ein B- oder T-Zell Lymphom sind weitere Untersuchungen, wie immunhistologische Untersuchungen nötig.

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Daneben sind weitere Untersuchungen, wie Blutuntersuchung, Röntgen, Ultraschall oder Knochenmarksuntersuchung sinnvoll, um festzustellen, wie weit sich der Lymphdrüsenkrebs im Körper ausgebreitet hat.
Die Durchführung dieser Untersuchungen bezeichnet man auch als Staging.
Es ist notwendig, da hiervon die Prognose abhängt. Denn je weiter sich der Tumor bereits im Körper ausgebreitet hat, desto geringer ist im Allgemeinen die Lebenserwartung.

Behandlungsmöglichkeiten des Lymphoms

Da sich dieser Tumor über die Blutbahm im gesamten Körper ausbreitet, ist ein operativer Eingriff nicht möglich und die Therapie der Wahl ist die Chemotherapie.

Bei der Chemotherapie geht es in der ersten Linie um eine palliative Behandlung. Man versucht so die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern und zu einer Verlängerung der Überlebenszeit beizutragen.

Um einen möglichst guten Effekt zu erzielen, werden verschiedene Wirkstoffe eingesetzt, die abwechselnd zum Einsatz kommen (Kombinationschemotherapie).

Dazu gibt es unterschiedliche Protokolle nach denen man die Chemotherapie durchführt.
Ziel der Chemotherapie ist es die Krebszellen effektiv abzutöten und dabei möglichst wenig Nebenwirkungen zu riskieren.
Je nach eingesetztem Protokoll kann eine mediale Überlebenszeit von ca. einem Jahr erreicht werden.

In Hannover haben wir ein 12 Wochen Programm angewendet. Das bedeutet, dass die Hunde einmal die Woche in die Klinik kommen und dort abwechselnd verschiedene Medikamente erhalten. Nach den 12 Wochen ist die Chemotherapie beendet und anschließend führt man regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch.

Daneben können auch Mono-Chemotherapien durchgeführt werden. Dabei wird zumeist Doxorubicin eingesetzt. Die mediale Überlebenszeit beträgt bis zu 9 Monate.

Natürlich gibt es Hundebesitzer, die keine Chemotherapie für ihren Hund möchten. Mögliche Gründe sind beispielsweise: Kinder im Haushalt, Schwangerschaft der Besitzerin, persönliche Gründe oder zu teuer.

In diesen Fällen kann man die Behandlung mittels eines Kortikosteroids  (Kortison) durchführen.
Auch die alleinige Kortison Gabe zeigt anfangs eine sehr gute Wirksamkeit und bei vielen Hunden kommt es zu einer deutlichen Verkleinerung der Lymphknoten und Verbesserung des Allgemeinzustandes. Jedoch kommt es bei den allermeisten Hunden nach ca. 1-2 Monaten wieder zu einer Verschlechterung der Grundproblematik und Vergrößerung der Lymphknoten. Versuchsweise kann man, die Dosis des Kortisons erhöhen. Erfahrungsgemäß bringt das aber bei einem Großteil der Hunde leider nicht mehr viel.

Früher gab es zusätzlich die Möglichkeit die L-Asparaginase zu geben und anschließend mit einem Kortikosteroid weiter zu machen. Leider wird die L-Asparaginase seit einiger Zeit nicht mehr im Handel angeboten. Sofern es noch „Restbestände“ gibt, ist es ein idealer Kompromiss zur Chemotherapie.
Die L-Asparaginase ist ein Enzym, dass wichtige Bausteine der Krebszellen abbaut und somit das Tumorwachstum bremst.
Sie hat eine Ansprechbare von über 80 % und bewirkt eine rasche Verkleinerung der Lymphknoten, die bis zu 6 Monaten anhalten kann.

Unbehandelt versterben die Hunde in der Regel nach ca. 4-6 Wochen.

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Kann ich meinem Hund eine Chemotherapie überhaupt zumuten?

Eine der häufigsten Fragen in der Klinik war: „Kann ich meinem Hund überhaupt eine Chemotherapie zumuten“.
Denn natürlich möchten wir alle nur das Beste für unsere Hunde und verständlicherweise macht einem das Wort „Chemotherapie“ Angst.

Wenn wir an dieses Wort denken, fallen uns vielleicht Freunde oder Bekannte ein, die auch eine Chemotherapie machen mussten. Wir denken an Übelkeit, schlechten Allgemeinbefinden, Haarausfall….
Alles Dinge, die absolut fürchterlich sind und die wir natürlich auch unserem Hund nicht zumuten möchten.

Als ich in der Onkologie angefangen habe, war ich extrem skeptisch. Chemotherapie beim Hund – Das wird es bei mir nicht geben, glaubte ich.

Doch ich musste meine Meinung revidieren und heute bin ich ein Befürworter einer Chemotherapie.
Warum ich meine Meinung komplett geändert habe, erkläre ich dir nun.

Aber um zu verstehen, warum es überhaupt zu den grässlichen Nebenwirkungen einer Chemotherapie kommt, schauen wir uns erstmal die Wirkung der Zytostatika an (Medikamente, die das Zellwachstum hemmen).

Wie wirken Zytostatika?

Die meisten Zytostatika sind nicht selektiv. Das bedeutet, die greifen unspezifisch alle Zellen, die eine schnelle Zellteilung ausweisen, an. Also auch die gesunden Zellen. Hier sind besonders die Zellen des Knochenmarks und des Magen-Darm-Traks betroffen. Beim Menschen kommen auch noch die Haarwurzeln dazu – beim Hund ist dies  meist nicht der Fall, da die meisten Hunde kein kontinuierliches Haarwachstum aufweisen.

Die klassischen Nebenwirkungen (Übelkeit, Müdigkeit etc.) resultieren also durch das unspezifische Angreifen schnell teilender Zellen.

Aber das Ausmaß dieser Nebenwirkungen hängt stark von der Art, Dosis und zeitlichen Abfolge des verabreichten Medikaments ab. Zusätzlich können individuelle Faktoren (Alter, Gewicht, bestehende Grunderkrankungen, MDR 1 Gendefekt) zur Zunahme der Nebenwirkung führen.

Denn eins ist ganz wichtig:
Jeder Hund sollte unter der Chemotherapie so gut wie keine Nebenwirkung haben! Das sollte immer das oberste Ziel jeder Chemotherapie sein!

Aber warum sollte ein Hund kaum Nebenwirkungen haben und den Menschen geht es unter einer Chemotherapie so schlecht?

Das liegt daran, dass in der Tiermedizin ganz andere Dosen eingesetzt werden. Beim Menschen steht der Heilungsansatz im Vordergrund. Man gibt eine hochdosierte Chemotherapie um möglichst eine Heilung zu erreichen.

Diesen Ansatz verfolgt man in der Tiermedizin nicht. Wir verfolgen einen palliativen Ansatz. Das bedeutet, wir möchten das Leben des Hundes verlängern und um dies zu erreichen, werden moderate Dosen eingesetzt.
Somit erreicht man eine gute Wirksamkeit aber die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen.

Ich habe in der Onkologie täglich mehrere Hunde betreut, die eine Chemotherapie erhielten und ich war jedesmal wieder erstaunt, wie gut diese von den Hunden vertragen wurde.

Natürlich kommt es auch mal zum Erbrechen und Co. – dies sollte aber die Ausnahme darstellen.

Wie gesagt, ein gutes Allgemeinbefinden sollte die oberste Priorität haben.
Wenn ein Hund mit Nebenwirkungen zu kämpfen hat, sollte die Behandlung überdacht bzw. abgebrochen werden.

Komplikationen und Nebenwirkungen einer Chemotherapie

Wie schon geschrieben, sollten die Nebenwirkungen nicht zur Regel werden. Nichtsdestotrotz können bei einer Chemotherapie Nebenwirkungen und Komplikationen auftreten.
Möglich sind:

  • Myelosuppression (reduzierte Blutbildung im Knochenmark)
  • Probleme des Magen-Darm-Trakts, wie Erbrechen und Durchfall
  • allergische Reaktionen
  • Gewebenekrosen bei nicht-sachgemäßer Verabreichung der Chemotherapie
  • blutige Harnblasenentzündung nach einer Cyclophosphamid Gabe
  • Schädigung des Herzmuskels
  • Haarverlust

Eine wichtige Komplikation, die man immer im Hinterkopf behalten sollte, ist die Myelosuppression. Darunter versteht man die Verringerung der blutbildenden Zellen.
Wie schon oben erwähnt, kommt es bei jeder Chemotherapie zur Zerstörung der schnellteilenden Zellen, wie die Zellen des Knochenmarks.
In der Regel wird dies jedoch schnell vom Knochenmark registriert und entsprechend mehr neue Zellen nachgebildet.
Besonders betroffen sind hiervon die neutrophilen Granulozyten.
Dieser Zelltyp hat eine sehr kurze Reifungsphase (6 Tage) im Knochenmark und eine kurze Verweildauer in der Blutbahn (4-8 Stunden). Diese Zellen sind außerdem sehr wichtig für die Abwehrfunktion.

In manchen Fällen kann es jedoch zu einer „Verzögerung“ der Zell-Neubildung kommen (z. B. bei einem Infekt etc.). In diesen Fällen können die Blutzellen stark sinken, sodass die Hunde stark anfällig für Infekte etc. sind. In diesen Fällen ist das Immunsystem stark beeinträchtigt und bereits eine kleine Infektion kann lebensbedrohlich sein.

Deshalb ist es auch so wichtig, vor jeder Chemotherapie-Sitzung eine Blutuntersuchung durchführen zu lassen. Man darf nämlich niemals eine Chemotherapie durchführen, wenn die Blutzellen einen Schwellenwert unterschritten haben.

Da die meisten Hunde kein permanentes Haarwachstum, wie wir Menschen haben, kommt Haarausfall eher selten vor. Einige Rassen, wie Bobtail und Pudel weisen jedoch ein permanentes Haarwachstum auf und so kann es bei diesen Rassen zu leichtem Haarausfall kommen. Genauso wie beim Menschen wachsen die Haare nach der Chemotherapie wieder nach.

Eine weitere nicht zu unterschätzende Nebenwirkung sind Gewebsnekrosen infolge nicht sachgemäßer Gabe der Chemotherapie.

Oberste Regel bei der Chemotherapiedurchführung: Die Medikamente dürfen nur streng intravernös verabreicht werden. Da diese Substanzen stark gewebereizend sind, kommt es bei einer falschen intravenösen Gabe zum Zellsterben (Nekrose).
Rötung und später weitere Verfärbungen, Schwellung und Schmerzhaftigkeit sind die Folge.
Als Tierhalter sollte man das Bein, in dass die Chemotherapie injiziert wurde, auf mögliche Nebenwirkungen beobachten.

Fazit: Würde ich bei meinem Hund eine Chemotherapie durchführen?

Ja und Nein
Grundsätzlich rate ich dir, lass deinen Hund ausführlich untersuchen. Somit kann man einerseits die Prognose einschätzen und außerdem weiß man, welche Organe noch mitbetroffen sind bzw. welche Laborveränderungen vorliegen.

Da die meisten Hunde eine Chemotherapie sehr gut vertragen und sofern diese sachgemäß durchgeführt wird, selten Nebenwirkungen haben, stellt die Chemotherapie eine gute Behandlungsmöglichkeit dar.

Und obwohl ich grundsätzlich ein Befürworter der Chemotherapie bin, bin ich jedoch auch der Meinung, dass man dies als Hundebesitzer gut abwägen sollte. Es sollte zu dir und deinem Hund, sowie zu deiner Lebenssituation passen.

Daher stell dir folgende Fragen:

  • Bin ich schwanger, habe ich ein Baby/ Kleinkind Zuhause oder möchte ich schwanger werden?
  • Kann ich mir das finanziell leisten?
  • Kann ich es einrichten, dass mein Hund jede Woche zur Klinik gebracht wird?
  • Wie geht es mir, wenn die Therapie nicht so gut anspricht? Kann ich damit umgehen?
  • Hat mein Hund den MDR 1 Gendeffekt?
  • Hat mein Hund weitere Grundkrankheiten, wie ist sein allgemeiner Gesundheitszustand?
  • Wie ist die Prognose, welche Lymphdrüsen-Form liegt vor, welche weiteren Veränderungen liegen vor?

Vielleicht hilft dir diese Herangehensweise, die richtige Entscheidungn für dich und deinen Hund zu treffen.

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