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“Lass Deine Nahrung Deine Medizin sein und Deine Medizin Deine Nahrung!”

sagte einst Hippokrates und es stimmt mehr als je zuvor. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für ein langes und gesundes Leben. Aber auch bei der Behandlung von Erkrankungen spielt die richtige Ernährung eine essentielle Rolle, die an Wichtigkeit immer weiter zunimmt. Hat man früher als Tierarzt diese Herangehensweise eher belächelt, weiß man heutzutage wie wichtig die richtige Ernährung für die Behandlung vieler Krankheiten ist. Mit der richtigen Ernährung kommt Dein Hund nach einer Krankheit wieder schneller auf die Beine, Krankheiten lassen sich sogar heilen oder chronische Krankheiten kann man so auf einem stabilen Level halten. Wie beispielsweise bei der Arthrose

Ein Thema, zu dem man unendlich viel lesen kann, dass immer wieder diskutiert wird und so viele Hundebesitzer beschäftigt, weil sie genauso wie ich, einen Hund mit Arthrose als Freund zuhause haben und versuchen ihrer Fellnase die best möglichste Behandlung zukommen zu lassen.

Ziel der Arthrosetherapie ist es, durch eine multimodale Therapie, die Arthrose in Schach zu halten, den Knorpel so lange es geht zu schützen und die Gelenkfunktion aufrecht zu erhalten.
Du hast noch nichts von der Multimodalen Therapie gehört? Dann empfehle ich dir meinen Beitrag zur Behandlungsmöglichkeiten der Arthrose.

Im Nahrungsergänzungsfuttermittel – Dschungel

So wollte ich vor ein paar Monaten für meinen Hund ein neues Nahrungsergänzungsmittel kaufen – etwas Neues ausprobieren. Es sollte meinem Hund bei seiner Arthrose helfen, den Knorpel schützen und im Idealfall auch die Schmerzen reduzieren…

Du möchtest jetzt schon wissen, was ich aktuell an Nahrungsergänzungsmitteln füttere, bzw. gefüttert habe, dann ab runter zum Abschnitt: Was füttern wir.

Aber wie gesagt, ich wollte was Neues ausprobieren… irgendwie ist man ja stets auf der Suche nach etwas noch Besserem.
Gesagt, getan… Laptop an und Google befragt….
Aber die Masse an Informationen, die ich fand, erschlag mich wortwörtlich… vor lauter Bäumen, habe ich schlichtweg den Wald nicht mehr gesehen…
Nach 20 Minuten war ich komplett frustriert und habe den Laptop geschlossen.

Warst Du auch schon mal im Nahrungsergänzungsfuttermittel – Dschungel?

Ich könnte mir vorstellen, dass es dir vielleicht genauso geht wie mir.
Und so habe ich mich rangemacht und möchte heute etwas Licht ins Dunkel bringen und dir die wichtigsten und die am häufigsten genutzten Nahrungsergänzungsmittel bei Arthrose vorstellen.
Wenn Dich die unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten der Arthrose interessieren, ist der Beitrag zu den unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten der Arthrose bestimmt interessant für Dich.

Viel Spaß beim Nachlesen.

Also legen wir los….

Was sind Nahrungsergänzungsmittel überhaupt

Nahrungsergänzungsmittel sind – wie der Name schon sagt – Produkte, die die normale Ernährung ergänzen sollen. Sie werden zum Beispiel als Tabletten, Kapseln, Pulver oder Flüssigkeiten angeboten. Sie enthalten Nährstoffe, wie Vitamine oder Mineralstoffe, die auch in normalen Lebensmitteln vorkommen, allerdings in konzentrierter Form und oft in hoher Dosierung. Ein Nahrungsergänzungsmittel kann pflanzliche Stoffe wie etwa Hagebutte und Brennnessel enthalten, aber ebenso tierische wie Fischöl.
Nahrungsergänzungsmittel sind freiverkäuflich, also nicht nur in Apotheken erhältlich. Die meisten Nahrungsergänzungsmittel haben nicht nur einen Wirkstoff, sondern häufig eine ganze Reihe an Wirkstoffen und somit auch eine Wirkung auf mehrere Organe oder auf den gesamten Körper.

Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln gilt: Suche die geeigneten Mittel sorgfältig aus und kombiniere nicht zu viele miteinander. Bedenke, auch Nahrungsergänzungsmittel können Nebenwirkungen haben.
Ich möchte dir heute die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel bei Arthrose vorstellen.

Du solltest aber nicht vergessen, dass viele dieser Mittelchen nicht nur eine Wirkung auf den Bewegungsapparat haben. Ich gehe aber nicht weiter auf die anderen Wirkungen ein, sondern lege den Schwerpunkt auf die Arthrosebehandlung.

Insgesamt kann man sagen, dass Nahrungsergänzungsmittel sehr häufig bei einer Arthrose zum Einsatz kommen.
Darunter fallen zum Beispiel die Chrondroprotektiva, also Knorpelschutzpräparate. Daneben spielen Grünlippenmuschel oder Pflanzeninhaltsstoffe wie Weihrauch, Teufelskralle oder Weidenrinde eine große Rolle. Häufig wird dem Hund auch eine Kombination dieser Substanzen verabreicht.

Die Chondroprotektiva –
Was versteht man darunter?

Chondroprotektiva hemmen knorpelabbauende Substanzen und vermindern somit den weiteren Verlust des schützenden Knorpels. Gleichzeitig fördern Sie die Regeneration des Knorpelgewebes und gleichzeitig wird ihnen ein entzündungshemmender Effekt zugeschrieben. Auf Grund dieser Wirkung kommt es zum Rückgang von Schmerzen, Schwellung und zu einer verbesserten Gelenkbeweglichkeit.
Die Glykosaminoglykane werden zu den Chondroprotektiva gezählt, die man wiederum in folgende Substanzen unterteilen kann:

  • Glycosamin
  • Chondroitinsulfat
  • Hyaluronsäure

Die Gykosaminoglykane – GAG

Darunter versteht man Knorpelschutzstoffe (Chondroprotektiva) die unverzichtbare Bestandteile des Gelenkknorpels darstellen. Es handelt sich hierbei um große Zuckerverbindungen, die im Knorpel mit Proteinen zu noch größeren Gerüststrukturen (Proteoglykanen) zusammengelagert werden. Diese Gerüststrukturen umlagern die Knorpelzellen und sorgen für die Festigkeit des Knorpels und genügend Elastizität.
Auf Grund ihrer negativen Ladung haben sie die Eigenschaft Wasser zu binden. Dadurch erhöht sich der Turgor und die Elastizität des Gewebes. Sie dienen als biologisches „Schmiermittel“. Ähnlich wie ein Schwamm, der große Mengen Wasser speichern kann.

Bei der Behandlung einer Arthrose dienen sie als Bausteine für die Regeneration des Knorpelgewebes und hemmen die Entzündungsreaktionen. Die Wirksamkeit ist vor allem für die Prävention und bei gering- bis mittelgradiger Arthrose in etlichen Studien nachgewiesen.

Hierbei gilt, eine Verbesserung ist erst nach einem längeren Zufüttern (2-3 Monate) sichtbar. Eine langfristige ggf. lebenslange Zufütterung ist angebracht. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Sinnvoll ist eine Kombination mit dem Spurenelement Mangan, da es für die Gylcosaminoglykan-Synthese benötigt wird, die Bildung der Gelenkschmiere (Synovia) fördert und antioxidativ wirkt.

Die Zufütterung dieser Substanzen dient ausschließlich dem Schutz und Aufbau des Knorpels. Es hat keine schmerzlindernde Komponente.

Zu den Gykosaminoglykane gehören:

  • Glukosamin
  • Chondroitin
  • Hyaluronsäure

Chondroitin – Essenziell für den Knorpelaufbau

Chondroitin spielt eine zentrale Rolle als Knorpelschutzstoff und wird selbst auch von den Knorpelzellen gebildet. Chemisch gesehen ist es ein Aminozucker. Zusammen mit Kollagen bildet es vornehmlich das Knorpelgewebe. Geht das Chondroitin dem Körper verloren, entsteht Arthrose.

Gewonnen wird es vorrangig aus Rindertrachea oder Haifischknorpeln.

In einer Studie wurden massive individuelle Unterschiede hinsichtlich der oralen Aufnahme nachgewiesen.
So wird Chondroitinsulfat aus Rindertrachea schneller aufgenommen als das von Haifischen. Man geht von einer ca. 10 % Absorptionsrate aus. Es regt die Bildung von Hyaluronsäure und weiteren Glycosaminoglycanen an.

Studien, überwiegend aus der Humanmedizin zeigen, dass die Reinheit des Produktes die Bioverfügbarkeit erhöht und das bei einer längeren Anwendung (länger als 3 Monate) die Knorpelschicht aufgebaut wird und das Schmerzempfinden nachlässt.

Beim Kauf eines Chondroitinsulfates sollte man stark auf die Bioverfügbarkeit achten, da andernfalls die Resorptionsrate recht gering ist, da es bereits im Darm enzymatisch verarbeitet wird und das Zielorgan (Gelenk) niemals erreicht.

Ein Weg die Resorptionsrate zu erhöhen, erreicht man beispielsweise mit Chitosan, dass aus dem Chitinpanzer von Schalentieren gewonnen wird und diverse positive Eigenschaften aufweist. Es soll die Wundheilung verbessern, die Geweberegeneration fördern, sowie antimikrobiell und schmerzlindernd wirken. Des Weiteren wirkt es als Vehikel und Schutzschild, dass die Resorption von Makromolekülen im Magen-Darmtrakt verbessert, wird selbst aber nicht resorbiert. In dieser Funktion wird es zusammen mit Chondrotinsulfat als Knorpelschutz eingesetzt. Es ummantelt quasi das Chondroitinsulfat.

Die und auch eine weitere Studie zeigen das die Wirksamkeit gesteigert wird, wenn gleichzeitig zum Chondroitinsulfat, Glukosamin und Omega-3-Öle zugefüttert werden. Auch hier ist wieder Geduld gefragt, in der Regel dauert es mehrere Monate bis sich die Wirkung voll entfaltet und Knorpelgewebe wiederaufgebaut wird. Nach der aktuellen Studienlage wird eine Dosierung von mindestens 15-40 mg/kg Körpergewicht pro Tag empfohlen.

Glukosamin

Glucosamin ist ebenfalls ein Aminozucker. Er ist Bestandteil des Bindegewebes, des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit. Und wird im Körper durch die Verbindung seiner beiden Bestandteile Fructose-6-phosphat sowie die Aminosäure Glutamin hergestellt.

Glukosamin wird im Handel in drei unterschiedlichen Verbindungen Glucosaminsulfat, Glucosamin HCL und N-Acetylglucosamin angeboten.

Dabei zeigt vor allem das Glucosaminsulfat eine hohe Bioverfügbarkeit.

In den meisten Studien und Präparaten werden Glucosaminsulfat und Chondroitinsulfat kombiniert. Da wie oben schon erwähnt, Chondroitin ebenfalls ein Bestandteil der Knorpelmatrix ist.

Inzwischen ist weitgehend anerkannt, dass die Einnahme von Glucosamin einer Arthrose vorbeugen, sowie die Herstellung der Bausteine der Knorpelmatrix stimulieren kann. Über lange Zeit eingenommen (länger als ein Jahr) sind teilweise knorpelaufbauende Effekte beobachtet worden.

Wenn man pubmed dazu befragt, bekommt man mehr als 21.000 Suchergebnisse. Die Ergebnisse der Studien sind sehr unterschiedlich. Belegen einige Studien die Wirksamkeit von Glukosamin, sagen andere wiederum, dass sie gar nichts bringen. Aber vor allem neuere Studien belegen die Wirksamkeit des Chondroitins.

In der Klinik habe ich von etlichen Hundebesitzern positives Feedback bekommen und ich selbst füttere es meinem Hund auch.

Glucosamin selbst wird meistens seht gut vertragen. Nebenwirkungen treten kaum auf. Da Glucosamin zumeist aus Schalentieren gewonnen wird, solltest Du vorsichtig bei der Verfütterung sein, sofern Dein Hund eine Allergie gegen Fischeiweiße hat.

Nach aktuellem Kenntnisstand sollte eine Dosierung von 25-50 mg/kg Körpergewicht pro Tag eingehalten werden. Aber beachte auch hier die Fütterungsempfehlungen Deines Herstellers.

Hyalunronsäure

Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil der Gelenkflüssigkeit (Synovia). Sie ist für eine reibungslose Fortbewegung nötig und schützt den Knorpel vor Verschleiß. Des Weiteren wird der Gelenkknorpel über die Gelenkflüssigkeit ernährt. Durch die Arthrose kommt es zu einer Schädigung des Gelenkes und zu einem vermehrten Abbau der Hyaluronsäure, dadurch verliert der Knorpel zunehmend seine Elastizität. Um diesen Effekt entgegenzuwirken, spielt eine Substitution von Hyaluronsäure eine Rolle.

Die Wirkung der Einnahme von Hyaluronsäure in Kapsel- oder Tablettenform wurde bislang kaum erforscht. Eine im Jahr 2012 durchgeführte humanmedizinische klinische Studie ergab keinen bemerkenswerten Unterschied zwischen den mit Hyaluronsäure behandelten Teilnehmern und der Placebo-Gruppe.

Nach aktuellem Kenntnisstand gilt jedoch: Da Hyaluronsäure vom Körper um- und auch abgebaut wird, ist ihr Einsatz als Therapie nur dann sinnvoll, wenn das Präparat direkt in das Gelenk gespritzt wird. Von einer oralen Eingabe ist eher abzuraten.

MSM – Methylsulfonylmethan

MSM ist eine natürlich vorkommende organische Schwefelverbindung. Sie ist in vielen Lebensmitteln enthalten und wird dem Körper täglich mit der Nahrung zugeführt. Schwefel spielt für den Körper in vielerlei Hinsicht eine Rolle. Es wird für den Aufbau von Proteinen, Aminosäuren und Kollagen benötigt. Und baut somit den Knorpel, die Gelenkschmiere (Synovia), die Sehnen und die Bänder mit auf.
Zusätzlich hat es eine entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaft.

Unter Antioxidanzien versteht man:

Antioxidanzien sind Stoffe, die eine „Oxidation“ verhindern sollen. Oxidation nennt man sauerstoffabhängige chemische Vorgänge im Organismus, welche eine Rolle bei der Entstehung chronischer Entzündungen und beim Altern spielen oder auch beim Verderb von Lebensmitteln beteiligt sind.

Freie Radikale sind Zwischenprodukte unseres Stoffwechsels, welche permanent in jeder Zelle des Körpers entstehen. Es handelt sich dabei um hochreaktive, sehr aggressive, chemische Sauerstoffmoleküle oder organische Verbindungen, die Sauerstoff enthalten. Diese Sauerstoffverbindungen sind bestrebt, einem anderen Atom oder Molekül Elektronen zu entreißen. Sie reagieren dabei mit diesen und dabei entstehen neue Radikale, die ebenfalls wieder anderen Substanzen Elektronen entreißen. Es kommt zu einer Kettenreaktion mit stetiger Zunahme der Radikale im Körper.

Kann der Körper dann diese Kettenreaktion mit Hilfe der Antioxidanzien nicht mehr kontrollieren, kommt es zum oxidativen Stress. 

MSM kann völlig bedenkenlos eingenommen werden, es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Da es jedoch in hohen Dosen eine blutverdünnende Wirkung haben kann, sollten Besitzer mit Hunde, die mit blutverdünnenden Medikamenten (z. B. Heparin) behandelt werden, vorher ihren Tierarzt fragen.

Des Weiteren kann die Aufnahme anderer Spurenelemente (Kupfer, Selen, Molybdan) reduziert bzw. gehemmt sein, daher sollte es nicht gleichzeitig mit einem Mineralfutter gegeben werden. Sondern idealerweise 2 Stunden zeitverzögert.

Richtig verwertbare Studien, die eine Wirksamkeit von MSM belegen, liegen zwar noch nicht vor. Aber die wenigen wissenschaftlichen Berichte dazu sind vielversprechend.

Zu der richtigen Dosierung gibt es unterschiedliche Aussagen, die meisten geben eine Dosierung wie folgt an:

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Außerdem ist ein Zufüttern von mindestens 2 Monaten nötig um einen positiven Effekt zu bemerken.
Die gemeinsame Gabe mit Glycosaminoglykanen verstärkt die positiven Effekte auf die Gelenkgesundheit.

Undenaturiertes Kollagen II (UC II) – „orale Toleranz“

Ein neuer Trend in der Arthrosebehandlung ist das undenaturierte Kollagen II oder auch „orale Toleranz“ genannt. Ziel dieser Zufütterung ist es, durch die orale Gabe einer geringen Menge des Knorpelaufbaustoffes Kollagen die gelenkzerstörende Immunreaktion zu verhindern, beziehungsweise zu dämpfen.
Sie soll ähnlich wie eine Hyposensibilisierung bei Allergien wirken.

Normalerweise gelangt bei einem Arthrose Schub oder nach einer starken Gelenkbelastung kollagenhaltige Knorpelbestandteile in die Gelenkschmiere, die vom Immunsystem als „fremd“ angesehen und abgebaut werden. Durch den Abbau dieser Bestandteile wird jedoch ein Entzündungsprozess in Gang gesetzt, der wiederum den Knorpel schädigt – ein negativer Entzündungskreislauf entsteht.

Kollagen ist ein faserartiges Protein, dass in verschieden Arten im Köper vorhanden ist. Der Typ II kommt dabei am häufigsten vor. Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil der extrazelluällen Matrix im Gelenkknorpel. Wenn das Kollagen als undenaturiertes Kollagen vorliegt, hat es eine andere Struktur als das denaturierte Kollagen. Im Vergleich zum denaturierten wird mit dem undenaturiertem Kollagen, auf Grund der unterschiedlichen Raum-Struktur, ein deutlich besseres Ergebnis erzielt.

Auch denaturiertes Kollagen hat einen positiven Effekt auf die Gelenkgesundheit, hat aber keinen Einfluss auf die Immunantwort. Außerdem muss es in großer Menge eingenommen werden, um eine Wirksamkeit zu erzielen.
Durch das Zufüttern geringer Mengen des undenatuierten Kollagens soll sich das Immunsystem an die Gegenwart dieser Bestandteile gewöhnen und die Entzündungsreaktion herunterfahren – Knorpelbestandteile werden also toleriert.
In einer Studie mit Hunden, die an Arthrose litten, konnte nach 4 Monaten Einnahme eine Linderung der Schmerzen und Lahmheit nachgewiesen werden.
Es wird empfohlen, dass undenaturiete Kollagen II gemeinsam mit Glukosamin und Chondroitin zu geben. So erzielt man einen synergetischen Effekt dieser Wirkstoffe.
Die durch das undenaturierte Kollagen II erreichte „orale Toleranz“ bleibt allerdings nur erhalten, wenn es dauerhaft in geringen Mengen gefüttert wird. In allen Studien nahmen die Arthrose Symptome nach Absetzten des Wirkstoffes wieder zu.
Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
Die richtige Dosierung entnehme bitte der Dosierungsanleitung Deines Präparates.

Kollagen Hydrolysat

Wie schon beim undenaturierten Kollagen beschrieben, handelt es sich beim Kollagen um ein faserartiges Protein, dass im Körper in verschieden Arten vorhanden ist. Der Typ II kommt dabei am häufigsten vor. Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil der extrazellulären Matrix im Gelenkknorpel.
Zugefüttertes Kollagen soll den durch Arthrose geschädigten Knorpel wieder aufbauen. Um möglichst gut vom Körper verwertet werden zu können, liegt das Kollagen als Nahrungsergänzungsmittel häufig in hydrolysierter Form vor.

Dabei wird das Kollagen in kleinstmögliche Bestandteile zerlegt – quasi in Gelantinebruchstücke, um einfach und schnell vom Darm in den Blutkreislauf zu gelangen.
In Studien ( zum Beispiel diese und diese) konnte mit radioaktiv markiertem Kollagenpulver aufgezeigt werden, dass diese Gelatinefragmente als ganze Bauteile in den Knorpel eingebaut werden. Gleichzeitig werden die Knorpelzellen zu verstärkter Kollagenbildung angeregt. Es konnte nachgewiesen werden, dass bei guter Kollagen-Hydrolysat-Versorgung, die Kollagenbildung der Knorpelzellen um 250 % höher ist.
Die gängige Dosierungsempfehlung lautet:

1 Gramm pro 5 kg Körpergewicht

Beachte aber bitte die Fütterungsempfehlung Deines Herstellers.

Damit Kollagen besser vom Körper aufgenommen werden kann, ist die gleichzeitige Zugabe von Vitamin C empfehlenswert. Hierzu eignen sich Hagebutten, es wird eine Dosierung von 0,5 Gramm Hagebutten pro 1 Gramm Kollagen empfohlen.
Weitere Informationen zum Kollagen-Hydrolysat findest Du in dieser Doktorarbeit.

Grünlippmuschel – Perna canaliculus

Ja, die Grünlippmuschel ist ein altbekanntes Heilmittel. Bereits die Ureinwohner der neuseeländischen Küste haben wohl wegen dem Verzehr der neuseeländischen Grünlippmuschel weniger Arthrose als ihre Landsmänner.
Jedoch liefern die Langzeitstudien in der Humanmedizin, als auch bei Hunden, sehr kontroverse Ergebnisse. Viele Studien konnten dabei insbesondere bei leichter bis mittelgradiger Arthrose einen positiven Effekt verzeichnen.

Die neuseeländische Grünlippenmuschel enthält einen wahren Cocktail aus guten Wirkstoffen für die Gelenkgesundheit:

  • Glykosaminoglycane
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Vitamine
  • Aminosäuren (vor allem Glutamin)
  • Mineralstoffe (Kupfer, Selen, Zink)

Um die volle Wirkung entfalten zu können, muss auch das Grünnlippenmuschelextrakt mindestens 2-3 Monate lang zugefüttert werden. Empfohlen wird eine kurmäßige Anwendung von mindestens 8 Wochen.

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Nebenwirkungen treten selten auf.

Möglich sind: leichte Magendarm Probleme, wie Durchfall oder Erbrechen. Auch Blähungen sind möglich. Sofern Dein Hund eine Allergie gegen Fischeiweiße hat, solltest Du auf die Gabe von Grünlippmuschel verzichten.

Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren

Diese Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die in die Zellmembran der Körperzellen eingebaut werden und in der Entzündungsreaktion eine wichtige Rolle einnehmen.

Ziel bei der Arthrose Therapie ist es, dass Verhältnis der Omega-3- zu den Omega-6-Fettsäuren, zugunsten der Omega-3-Fettsäure zu verändern. Ein optimales Gesundheitsverhältnis von unter 1:1 (Verhältnis Omega-6- zu Omega-3-Fettsäure) sollte angestrebt werden.

Warum ist das Verhältnis so wichtig?

Besonders die Omega-6-Fettsäuren werden über die Arachidonsäure zu entzündungsfördernden Prostaglandinen metabolisiert. Während die Omega-3-Fettsäuren eher entzündungshemmend wirken.

Positive Effekte bei der Arthrose Therapie erzielt man mit den Fettsäuren EPA (Eikosaptenaensäure) und DHA (Dokosahexaensäure), beide gehören zu dem Omega-3-Fettsäuren und wirken in hohen Dosen antientzündlich.
Hohe Konzentrationen dieser Fettsäuren findet man in Fischöl aus Kaltwasserfische, beispielsweise Lachs, Makrele, Hering.
Auch bei den Fettsäuren dauert es zumeist 2-3 Monate bis sich ein positiver Effekt einstellt.

Eine mögliche Nebenwirkung einer zu hohen Aufnahme kann die verringerte Produktion der Blutplättchen sein (Thromozytopenie), die mit einer erhöhten Blutungsneigung einhergeht.
Eine Kombination mit Antioxidantien ist sinnvoll (Z.B. Vitamin E). Diese schützen die Fettsäuren zum einen vor dem Verderb und zum anderen den Organismus vor oxidativen Stress.

Soll ich ein kaltgepresstes Öl verwenden?

Öle, die bei der Verarbeitung erhitzt werden, wie es bei vielen besonders günstigen Ölen der Fall ist, verlieren beim Herstellungsprozesse wichtige Inhaltsstoffe, Vitamine und essentielle Fettsäuren.

Der Unterschied liegt in der Herstellung:

Nicht kaltgepresste Öle werden durch Extraktion / Raffination gewonnen und kaltgepresste Öle durch Pressung bei max. 40 Grad Celsius.

Raffinierte Öle sind stark verarbeitete Öle, die etliche Arbeitsprozesse durchlaufen.

Kaltgepresste Öle mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren werden jedoch schnell ranzig. Und je höher der Anteil an ungesättigten Fettsäuren, desto schneller verdirbt das Öl, wenn es geöffnet ist.
Deswegen gilt:

Nach der Öffnung solltest Du die meisten kaltgepressten Öle innerhalb von etwa 4-10 Wochen aufbrauchen.

Zwei Faktoren verlängern maßgeblich die Haltbarkeit von Öl:
ein hoher natürlicher Vitamin-E-Gehalt (z. B. Weizenkeimöl)
ein hoher Anteil an ätherischen Ölen (z. B. Schwarzkümmelöl).

Trotzdem: Länger als 10 Wochen solltest Du auch diese Öle nach der Öffnung nicht nutzen.
Öle sollten immer in dunklen Behältnissen aufbewahrt werden. Nicht nur der direkte Kontakt mit Sauerstoff treibt die Oxidation, also das ranzig werden des Öls voran, sondern auch Lichteinstrahlung.

Durchschnittlich sollte ein Hund täglich nicht mehr als 1 Gramm Öl pro kg Körpergewicht erhalten.
Gerade bei Arthrose Hunden sollte man auf einen hohen Gehalt der EPA Fettsäure achten (50-100 mg pro kg Körpergewicht wäre ideal).

Einen tollen Beitrag zum Thema Öle findest Du auch in der hundkatzepferd.

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Kräuter als Nahrungsergänzungsmittel gegen Arthrose

Brennnessel

Das Brennnesselkraut enthält über 20 verschiedene Substanzen, u. a. das Nesselgift mit Histamin, Acetylcholin, Ameisensäure, viel Chlorophyll, Eiweiß, Serotonin, Flavonoide, Kumarin, Phosphor, Vitamin A, C (im frischen Kraut), B-Komplex, Vitamin K und viel Eisen. Auch Mineralien wie Kalium, Kalzium, Nitrat und Kieselsäure kommen in größeren Mengen vor.
Auf Grund zahlreicher positiven Eigenschaften kann sie auch bei der Arthrose Therapie eingesetzt werden.

Denn durch die Hemmung der Zytokine, wirkt die Brennnessel entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Brennnessel sollte nicht bei Hunden mit einer Herz- oder Niereninsuffizienz verfüttert werden. Wegen der blutverdünnenden Eigenschaften sollte es auch nicht vor einer Operation verfüttert werden und bei Hunden, die blutverdünnende Medikamente erhalten, vorsichtig gehandhabt werden.

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Auch bei Katzen ist Vorsicht geboten, die richtige Dosierung ist essentiell, da es sonst schnell zum Erbrechen kommen kann.

Hagebutten

Die Hagebutte enthält zehnmal so viel Vitamin C wie die vergleichbare Menge Zitronen. In 100 Gramm frischen Hagebutten sind 400 bis 500 Milligramm Vitamin C. In den getrockneten ist es nicht viel weniger, denn das natürliche Vitamin C der Hagebutte ist sehr stabil und wird vom Organismus gut aufgenommen.
Hagebuttenextrate haben aufgrund der enthaltenden Polyphenole antioxidative Wirkungen, zusätzlich wurde in Tiermodellen ein entzündungshemmender Effekt nachgewiesen.

In einer dänischen Studie konnte dies auf die Wirksamkeit der Galaktolipide zurückgeführt werden. Weitere Studien bestätigten die Wirksamkeit und konnten sogar knorpelschützende Eigenschaften nachweisen.
Inzwischen gibt es sogar mehrere Studien, die die Wirksamkeit von Hagebutten bei Arthrose untersucht haben. Dabei muss berücksichtigt werden, dass in allen Studien ein standardisierter Hagebuttenextrakt verwendet wurde. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die getrockneten Schalen bzw. das Hagebuttenpulver ist somit nicht sicher. Einige der Studien lieferten neben der Schmerzreduktion, Hinweise auf eine knorpelschützende oder das Fortschreiten der Arthrose bremsende Wirkung.

Die vorgeschlagende Dosierung lautet:

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Bei der Verfütterung von Hagebuttenpulver sind fast keine Nebenwirkungen bekannt, gelegentlich kann Durchfall auftreten, dann sollte die Dosis entsprechend reduziert werden.

Ingwer

Die medizinische Wirkung von Ingwer ist seit Jahrtausenden in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der Indischen Medizin bekannt. Ingwer ist eine der am häufigsten benutzten Heilpflanzen in TCM- und Ayurvedischen Rezepturen.
Seine Heilwirkung verdankt Ingwer den enthaltenen ätherischen Ölen, insbesondere den Gingerolen und Shogaolen, sowie dem Gehalt an proteolytischen Enzymen.
Ingwer kann auf Grund seiner entzündungshemmenden Wirkung bei Arthrose angewandt werden.

Da es daneben auch eine anregende Wirkung auf den gesamten Magendarm Trakt hat, sollte es nicht bei Hunden mit Magendarmerkrankungen und sensiblen Hunden gegeben werden. Gleichzeitig besitzt Ingwer auch blutverdünnende Eigenschaften, sodass es vor einer Operation nicht verbreicht werden sollte. Genauso sollte man bei Hunden, die blutverdünnende Medikamente erhalten, vorher Rücksprache mit dem Tierarzt halten. Weiter sollte es nicht bei tragenden Hündinnen und niemals bei Katzen angewendet werden, da diese auf Grund ihrer Glucoronidierungsschwäche toxisch auf Ingwer reagieren.

Ingwer kann frisch oder auch in getrockneter Form verfüttert werden.

Es sollte mit einer geringen Dosis begonnen werden. Folgende Dosierung wird empfohlen:

1 Gramm Ingwer pro 10 kg und bei Verträglichkeit kann die Dosis auf das Doppelte gesteigert werden.

Einen ausführlichen und guten Blogbeitrag zum Thema Ingwer findest Du auf Krauterie.

Kurkuma – Curcumin

Kurkuma wird nicht nur in der Küche, beispielsweise um ein leckeres Curry zu zaubern, verwendet, sondern wird seit Jahrtausenden vor allem in der ayurvedischen Medizin und traditionellen chinesischen Medizin zur Behandlung von Verdauungsproblemen, gegen Entzündungen, bei Atemwegserkrankungen und zur Förderung der Wundheilung eingesetzt.

Die Liste der angepriesenen Kurkuma-Wirkungen ist lang und es kommen immer noch neue hinzu.. Aber was steckt dahinter?

Eine klinische Studie an Hunden enttäuschte zunächst, da Curcumin kaum vom Körper aufgenommen wird, wenn man es einfach ins Futter mischt. Seit die Wissenschaftler besser verstehen, wie die Aufnahme und der Stoffwechsel von Kurkuma im Organismus funktioniert, scheint sich jedoch auch in der tiermedizinischen Forschung der Nutzen der indischen Heilpflanze zu beweisen.
Der wichtigste Wirkstoff im Kurkuma ist das Curcumin, dieser gehört zu den sogenannten Polyphenolen. Curcumin ist entzündungshemmend und greift dabei teilweise in die gleichen Entzündungsmechanismen wie klassische entzündungshemmende Medikamente (NSAID).

Das Besondere ist, dass es sehr früh in der Entzündungsreaktion und an zentralen Stellen angreift. Zusätzlich wirkt es antioxidativ.

Allerdings reicht es nicht aus, Hunden das Essen mit Kurkuma zu würzen, da der Wirkstoff weniger als 5 % der Wurzelknolle ausmacht und von diesen höchstens fünf Prozent gelangt gerade etwas einmal ein Hundertstel ins Blut.

Wichtig ist also ein möglichst hoher Gehalt an Curcumin, frei von Schadstoffen und Pestiziden. Es wäre folglich ziemlich viel Kurkuma nötig, um so eine überhaupt eine Wirkung zu bekommen.
Inzwischen weiß man aber, dass Piperin, der Wirkstoff aus frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer und Fett (z. B. Kokosöl) die Aufnahme von Curcumin in Darm deutlich verbessert. So kann eine verbesserte Aufnahme gewährleistet werden. Bei empfindlichen Hunden kann Piperin jedoch auch zu Magendarm Problemen führen.

Des Weiteren ist nicht der Anteil des Curcumins bzw. der Curcuminoide entscheidend – sondern die Höhe der Bioverfügbarkeit. Inzwischen gibt es auch Produkte, in denen das Curcumin auf besondere Weise umhüllt wurde oder als mizellares Kurkumin vorliegt, um seine Aufnahme zu verbessern.

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Da Kurkuma auch die Galletätigkeit anregt, kann es zum Beispiel bei Hunden oder Katzen mit Gallensteinen zu Problemen führen und sollte deshalb diesen Hunden nicht verabreicht werden. Zusätzlich kann Kurkuma die Insulinausschüttung erhöhen und sollte deshalb keinesfalls ohne tierärztlichen Rat an Diabetiker verfüttert werden.

Auch Katzenhalter sollten bei Kurkuma vorsichtig sein, da die darin enthaltenden ätherischen Öle in hoher Dosis giftig sind. Ich würde es keiner Katze füttern.
Häufig ist in den vorhanden Präparaten Piperin enthalten, ein Wirkstoff, der aus frisch gemahlenem Pfeffer gewonnen wird, dieser verbessert die Aufnahme des Kurkumas enorm, kann jedoch bei Hunden die häufig Verdauungsprobleme oder generell ein sensiblen Magendarmtrakt haben, zu Beschwerden führen.
Trächtige Hündinnen sollten übrigens auch kein Kurkuma erhalten.

Du möchest Deinem Hund eine selbstgemachte Kukumapaste füttern? Dann hab ich hier genau das Richtige für Dich. Das Originalrezept findest Du übrigens bei Turmeric Life.

Die Paste wird einfach zum Futter dazu gegeben.

Kleine Hunde (bis 15 kg) erhalten jeweils zum Futter 1/4 Teelöffel.

Mittelgroße Hunde ( bis 40 kg) 1/2 Teelöffel

und Große Hunde (ab 40 kg) 1 ganzen Teelöffel.

Die meisten Hunde fressen sie sehr gerne.
Für alle, die noch mehr wissen möchten: Die Tierärztin Dr. Karen Becker beschäftigt sich auch intensiv mit der Fütterung von Kurkuma.

Teufelskralle

Seit Jahrtausenden ist die Teufelskralle (die ursprünglich aus der Savanne des südwestlichen Afrikas stammt) für ihre schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung bekannt.
Studien zeigten, dass nach mehrwöchiger Gabe eine schmerzlindernde Wirkung eintritt. Verantwortlich für diese schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung sind die Inhaltstoffe der Teufelskralle, vor allem das Harpagosid, aber auch andere wie Phytosterine, Flavonoide oder Iridoidglykoside. Diese hemmen die Produktion von entzündungsauslösenden Botenstoffen.
Insgesamt ist die Studienlage jedoch gespaleten, während einige Studien eine Verbesserung der Beschwerden bestätigen konnten, z. B. eine Studie aus Kiel. Konnten andere Studien keine Wirksamkeit nachweisen.

Grundsätzlich sollte es nicht an tragende Hündinnen verabreicht werden. Nebenwirkungen treten meistens nicht auf, gelegentlich kann es zu Erbrechen oder Durchfall kommen, dann sollte die Dosis reduziert werden. Hunde mit Gallensteinen oder Neigung zur Gallenstein-Bildung sollten keine Teufelskralle erhalten.

Idealerweise sollte Teufelskralle als Kur gegeben werden (6-8 Wochen), 2-3 x pro Jahr.

Die Dosierung für den Hund liegt bei 2 Gramm pro 10 kg Körpergewicht.

Weidenrinde

Dabei handelt es sich um gemahlene Rinde der Weide (Salix).
Der Hauptwirkstoff des Weidenrindenextraktes ist das Salicin, das zur Gruppe der Polyphenole gehört. Salicin wird anschließend im Körper zu Salicylsäure umgewandelt, dem eigentlich aktiven Wirkstoff.

Die Wirkung der Weidenrinde beruht darauf, dass die Salicylsäure im Körper die Entstehung von Prostaglandinen hemmt, die als „Schmerzbotschafter“ die Entzündung verstärken. Außerdem verbessert die Weidenrinde die Durchblutung der Kapillargefäße, was dazu führt, dass entzündungshemmende und schmerzlindernde Stoffe besser an ihre Zielorte transportiert und dabei gleichzeitig auch Stoffwechselprodukte abtransportiert werden können.

Folgende Tagesdosierung wird empfohlen:

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Weidenrinde sollte nicht bei Hunden mit Gerinnungstörungen und Magendarm Problemen angewendet werden.

Bitte beachte außerdem: Weidenrinde sollte nicht an Katzen verfüttert werden, den diese können aufgrund einer Glucoronidierungsschwäche Salicylsäure nur beschränkt abbauen – es kann also zu Vergiftungserscheinungen kommen.

Weihrauch

Wenn von Weihrauch gesprochen wird, dann ist meist keine Pflanze im eigentlichen Sinne gemeint, sondern das Baumharz des Weihrauchbaumes. Weihrauch enthält ätherische Öle, sowie Harze mit Boswelliasäuren.
Hunde mit einem empfindlichen Magendarm Trakt können relativ schnell Magen-Darm-Probleme durch die Verfütterung von Weihrauch bekommen.

Beachte bitte auch: Für Katzen ist Weihrauch aufgrund des hohen Anteils ätherischer Öle (Glucoronidierungsschwäche) giftig. Daher sollte er auf keinen Fall bei Katzen angewendet werden.

Die Wirkung von Weihrauch wird im Wesentlichen auf die Beeinflussung von Entzündungsmediatoren zurückgeführt. Auf molekularer Ebene sind Entzündungen durch erhöhte Bildung und Freisetzung von Entzündungsmediatoren gekennzeichnet, zu denen unter anderem Zytokine, Prostaglandine und Leukotriene zählen.

In der wissenschaftlichen Literatur finden sich zahlreiche Veröffentlichungen zum Wirkmechanismus, jedoch nur wenige Daten zur Wirksamkeit von Weihrauch-Extrakten. Kleinere Studien liefern erste Hinweise auf eine mögliche Wirkung von Weihrauch bei degenerativen Gelenkerkrankungen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Als Dosierung wird etwa 1 Gramm je 25 kg Körpergewicht empfohlen.

Dabei sollte mit kleinen Mengen begonnen und anschließend langsam gesteigert werden. Bei empfindlichen Hunden empfiehlt sich zusätzlich ein Magenschutzpräparat.

Kur oder Dauergabe- Nahrungsergänzungsmittel bei Arthrose?

Während man einige Nahrungsergänzungsmittel, wie Öle oder auch Kollagen als Dauertherapie anwenden kann, sollten Kräuter immer als Kur gefüttert werden.
Eine Verfütterung von mindestens 3 Wochen sollte eingehalten werden.

Beachte bitte, dass manche Kräuter/ Nahrungsergänzungsmittel ihre volle Wirkung erst nach 6 Wochen erreichen. Dies sollte im Einzelfall abgeklärt werden.
Grundsätzlich sollte man Kräuter nicht länger als 3 Monate am Stück geben, bei chronischen Erkrankungen 6 Monate.

Grund ist, dass der Körper sich ansonsten an die Wirkstoffe gewöhnt und die Wirkung dieser abgeschwächt bzw. ganz verloren geht. Dazwischen sollte mindestens eine Pause von 2 Wochen erfolgen.

Nach einer Dauergabe sollte stets eine Pause von mindestens 3 Monaten eingelegt werden und bei Bedarf vorübergehend auf ein anderes Nahrungsergänzungsmittel mit ähnlicher Wirkung gewechselt werden. Anschließend kann man das Heilkraut wieder problemlos für mindestens 3 Monate anwenden.

Was füttern wir? – Meine Produktempfehlungen

Ich gebe zu, der Nahrungsergänzungsmittelmarkt ist wahrlich unübersichtlich und es gibt soviele Angebote, dass einem schwindelig werden kann. Ich selbst bin ein großer Freund von der alleinigen Gabe eines Stoffes. Das heißt ich verzichte, soweit es geht, auf Mischungen. Das hat den Grund, da ich in den meisten Mischungen, die Anteile der einzelnen Komponeten als recht gering erachte.

Wir füttern kurweise verschiedene Öle, wie Fischöl oder Leinenöl. Daneben haben wir bereits Grünlippenmuschel, Teufelskralle, Hagebuttenschalen, MSM und Collagen ausprobiert. Rocky bekommt kurweise neben dem Öl immer 2-3 Zusätze. Dabei sind mir synergetische Effekte ganz wichtig. Ich füttere zum Beispiel etwas, um die Gelenkfunktion zu verbessern und etwas um die Entzündungsreaktion zu reduzieren. Zur Zeit füttern wir Hagebuttenschalen und Kollagen.

Da ich sehr häufig von Euch gefragt werde, welche Produkte ich selbst verwende, kommt hier eine kleine Auswahl an den Nahrungsergänzungsmitteln, die unsere Hunde bekommen, bzw. von denen ich überzeugt bin:

Lunderland Grünlippenmuschel*
Wir benutzen es schon seit Jahren. Was mir besonders gut gefällt, ist die gleichbleibende gute Qualität und das die Grünlippenmuschel als Rein-Produkt angeboten wird. Das heißt sämtliche Füllstoffe entfallen.

Lunderland Teufelskralle*
Ein weiteres Produkt von Lunderland welches wir schon ewig füttern, ist die Teufelskralle von Lunderland. Auch hiermit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.

Daneben benutzen wir noch super gerne das Wildlachsöl von Lunderland*. Denn es enthält durchschnittlich ein Gehalt von 10,7 g/100ml an EPA und 8,3 g/100ml DHA und hat somit einen höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren als die meisten anderen Lachsölprodukte. Hohe Omega-3-Fettsäure Gehalte hat außerdem noch das Lachsöl von Fressnapf (Petmedica).

Als Antioxidant nutzen wir meistens das Hagebuttenpulver (Vitamin C) von Lunderland*. Ja, Du siehst schon, ich mag deren Produkte wirklich gerne. Alternativ nutzen wir auch gerne das Weizenkeimöl von der Allgäuer Ölmühle* in BIO Qualität. Du kannst genauso gut ein Maiskeimöl verwenden.

Und zu guter Letzt, nutzen wir auch noch häufig Glycosamin in Reinform. Das kaufen wir vorrangig von Origin of Life*. Es besteht aus 100 % Glucosamin.



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