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Dein Hund hat einen Knubbel, einen Knoten? – Alles über Hauttumore erfährst du hier!

Die Haut ist das größte Organ des Körpers und vielen Umwelteinflüssen (wie UV Strahlung, Umweltgifte) ausgesetzt.
Hauttumore – Einen Knubbel/ Umfangsvermehrung/ Tumor/ Schwellung, den/die man bei seinem Hund findet, stellt wohl einen der häufigsten Gründe dar, die Tierarztpraxis aufzusuchen. Mitunter auch, weil sie vom Besitzer leicht festzustellen sind.

In diesem Artikel beschreibe ich dir was man unter einem Tumor allgemein versteht, wie man diesen am besten untersuchen lässt und warum einen zytologische Untersuchung so wichtig ist. Ich gehe auf den richtigen Untersuchungsgang bei Krebs ein und erkläre euch, warum eine pathologische Untersuchung ein absolutes Muss darstellt. Im Anschluss stelle ich dir die wichtigsten gut- und bösartigen Hauttumore vor.

Hilfe, mein Hund hat einen Knoten? Was versteht man unter einem Hauttumor?

Als einen Tumor, bezeichnet man per Definition, im weitersten Sinne jeglichen raumfordernden Prozess eines Gewebes, unabhängig vom Ursprung. So fallen auch Schwellungen, die z. B. durch eine Entzündung oder Zyste verursacht werden, darunter. Im engeren Sinne bezeichnet man damit Neoplasien, die durch ein unkontrolliertes oder fehlgesteuertes Zellwachstum gekennzeichnet sind.
Man unterscheidet gutartige (benigne) und bösartige (maligne) Hauttumore, die mit sehr unterschiedlichen Prognosen behaftet sein können. Umgangssprachlich bezeichnet man bösartige Hauttumore als Krebs. Genauso können Schwellungen der Haut eine andere Ursache haben (beispielsweise allergische Reaktion, Reaktion auf einen Zeckenbiss, Hämatom, Verstopfte Talgdrüsen, entzündete Haarfollikel etc.).

Wichtig ist, zu wissen, dass durch bloßes Anschauen oder Befühlen in aller Regel keine Diagnose möglich ist. Bevor Aussagen zur Therapie oder Prognose gemacht werden können, müssen zwei Fragen beantwortet werden:

1. Um was handelt es sich bei diesem Hauttumor genau?
2. Bei bösartigen (malignen) Tumoren: wie weit hat sich der Tumor im Körper ausgebreitet?

Ich selbst habe 3 Jahre in der onkologischen Abteilung der Kleintierklinik gearbeitet und leider auch viele unschöne Situationen erlebt. Was in den Fällen, bei denen man in einem frühen Stadium eine gute Prognose gehabt hätte, immer sehr ärgerlich und traurig ist.

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Wie wird ein Hauttumor richtig untersucht?

Wenn du einen Knubbel an deinem Hund feststellst, solltest du diesen natürlich untersuchen lassen. Wie schon gesagt, kann das was ganz harmloses sein, wie eine entzündete Talgdrüse oder Haarfollikel etc. aber ich habe auch schon millimetergroße Hauttumore gesehen und wenn man diese in so einen frühzeitigen Stadium untersucht und diagnostiziert, ist das prognostisch  immer besser, selbst wenn sich dabei herausstellt, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt.
Grundsätzlich besteht immer der Rat, jeden Knubbel, jede Umfangsvermehrung untersuchen zu lassen.
Wenn ich mich als Tierbesitzer dazu entscheide, abzuwarten, würde ich dir raten, den Knubbel regelmäßig zu beobachten und spätestens wenn dieser größer wird, sich in der Konsistenz ändert, es mehrere werden oder wenn der Hund sich daran kratzt bzw. wenn der Knubbel sich entzündet, einen Tierarzt aufzusuchen.

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Leider neigen viele Tierärzte dazu, gleich den Knubbel wegschneiden zu wollen. Das ist jedoch keinesfalls empfehlenswert.
Häufig habe ich in der Klinik auch gehört, ach der Haustierarzt hat sich den Knubbel schon angeschaut und hat gesagt, dass sei nur ein Lipom (gutartige Fettgeschwulst)… nicht weiter schlimm. Und das alles nur durch Fühlen des Hauttumors. Dabei beachten die Kollegen aber nicht, dass eine sehr wichtige Differenzialdiagnose zum Lipom, der Mastzelltumor ist und das ist ein bösartiger Hauttumor. Genauso kann ein gutartiges Lipom nicht nur vom Anfassen von einem bösartigen Liposarkom – wenn auch selten vorkommend, unterschieden werden.

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Es ist also immer anzuraten, eine zytologische Untersuchung von dem Hauttumor vornehmen zu lassen.

Wenn man nicht weiß, was man behandeln soll, ist eine fundierte Beratung des Besitzers nicht möglich. Eine Gewebediagnose ist also die Grundvoraussetzung in der Onkologie und für eine adäquate Beratung.

Was versteht man unter einer zytologischen Untersuchung?

Dabei werden mittels einer Spritze (Feinnadelaspiration) einzelne Zellen aus den Knoten entnommen. Diese werden anschließend auf einem Objektträger ausgestrichen. Je nach Tierarztpraxis oder Klinik, werden die Objektträger anschließend hausintern untersucht oder zu einem spezialisierten Labor versandt.
Dort werden die gefundenen Zellen des Knotens ausgewertet und hoffentlich, eine Diagnose gestellt.

Warum ist eine zytologische Untersuchung auch vor der chirurgischen Entfernung des Hauttumors wichtig?

Das hat mehrere Gründe:
1. Wenn ich weiß, mit was ich es zu tun habe, also eine Diagnose habe, kann ich eine vernünftige Beratung gewährleisten. Ansonsten nicht.
Beispielsweise kann ich eine Operation nur anständig planen, wenn ich weiß was für ein Hauttumor das ist.
Handelt es sich um einen gutartigen Hauttumor? Dann kann ich diesen marginal entfernen und damit ist hoffentlich alles gut. Bei einem bösartigen Hauttumor sieht das ganze schon anders aus, da wird ein Abstand von 3-5 cm zu allen Seiten, empfohlen. Was bei einem großen Tumor schnell zu einer Herausforderung werden kann. Genauso bei Tumoren, die an einer Stelle mit wenig Haut sitzen, beispielsweise Beine.
Bei einigen Hauttumoren, bei denen eine Nachbestrahlung nötig sein könnte, z.B. beim Mastzelltumor, muss man einiges bei der Schnittführung beachten, um eine Nachbestrahlung überhaupt zu ermöglichen.
Ich fand es in der Klinik schon frustrierend, wenn man einen Patientenbesitzer sagen muss, der auch bereit wäre eine Nachbestrahlung durchführen zu lassen, dass dies wegen der OP Naht nicht mehr möglich ist.
2. Wenn ein bösartiger Tumor diagnostiziert wurde, besteht der dringende Rat, den Hund vor einer möglichen Operation zu „stagen“. Das bedeutet, man geht auf Metastasensuche. Einen Hund, der beispielsweise schon Metastasen in der Lunge oder in anderen Organen hat, braucht man meistens nicht mehr operieren. Leider kommt es immer wieder vor, dass der Hund operiert, der Knoten entfernt wird und 3 Monate später fängt der Hund an zu husten. Ein angefertigtes Röntgenbild legt dann die niederschmetternde Diagnose dar… Lungenmetastasen. Der Hund hätte wahrscheinlich auch ohne OP genauso lange überlebt.

Der Gesäugetumor (Mammatumor), die Ausnahme bei der zytologischen Untersuchung

Gesäugetumore werden nicht punktiert um eine vorherige Diagnose zu erhalten. Nicht das wir nicht gerne vorab wüssten, ob es sich um einen bösartigen oder gutartigen Tumor handelt aber das gemeine an den Gesäugetumoren ist, dass dies oft sogenannte Mischtumore sind. Das bedeutet, dass der Tumor aus Bereichen besteht, die wie ein gutartiger Tumor aufgebaut sind und aus Bereichen eines bösartigen Tumors. Wenn man nun den Tumor punktiert und leider die Stelle erwischt, die zwar unter dem Mikroskop gutartig aussieht, 2 cm daneben wäre aber ein bösartiger Bereich, bringt uns das in der Diagnostik nicht weiter, dass Ergebnis wäre falsch positiv. Nur wenn die Probe als bösartig diagnostiziert wurde, ist das Ergebnis glaubhaft. Dann wäre der Rat die Gesäugeleiste zu entfernen. Deshalb rät man bei Gesäugetumoren, nach erfolgter Metastasensuche, zur Entfernung der gesamten Gesäugeleiste, ohne vorher den Tumor zu punktieren.

Was mache ich, wenn der Verdacht auf einen bösartigen Hauttumor (Krebs) im Raum steht, bzw. einer diagnostiziert wurde?

Wie schon oben erwähnt, sollte man dann immer ein Staging durchführen lassen. Als ein Staging bezeichnet man mehrere Untersuchen, die der Metastasensuche dienen:

Röntgenbilder von der Lunge

Die Lunge sollte immer geröntgt werden um eine mögliche Metastasierung der Lunge auszuschließen. Gleichzeitig kann man weitere Erkenntnisse erhalten, z.B. zum Herz (Größe, Silhouette) oder Lymphknoten im Brustkorb. Man sollte immer beide Seiten (rechts und links) röntgen, um beide Seiten optimal beurteilen zu können.

Ultraschall vom Bauchraum

Durch eine Ultraschalluntersuchung können die inneren Organe des Hundes beurteilt werden. Auch sie dient neben der allgemeinen Bewertung der Organe zum (hoffentlich) Ausschluss von Metastasen.
Bei Mastzelltumoren ist es außerdem ratsam, auch immer Milz und Leber zu punktieren (sofern das Blutbild in Ordnung ist), da man bei dieser Erkrankung, eine lokale von einer systemischen Erkrankung unterscheiden muss. Das gemeine an diesem Tumor ist, dass man rein vom Ultraschallbild  nicht sagen kann, ob die Milz und/ oder Leber unauffällig sind. Manchmal sehen diese Organe im Ultraschall super aus und man hat trotzdem eine Beteiligung der Leber, was nur durch eine Untersuchung der Zellen festzustellen ist. Da die Therapie bei Mastzelltumoren, die nur lokal, z.B. am Bein zu finden ist, eine ganz andere ist, als beim Vorliegen einer systemischen Erkrankung, ist es enorm wichtig, dies vorab abzuklären. Ich werde den Mastzelltumor aber nochmal gesondert in einem anderen Artikel darstellen, einfach weil er recht häufig vorkommen und die Thematik sehr komplex ist.

Regionaler Lymphknoten

Bei der allgemeinen Untersuchung des Hundes sollten idealerweise, die nächstgelegenen Lymphknoten untersucht (palpiert) worden sein. Wenn einer davon vergrößert erscheint, sollte man diesen auch zytologisch untersuchen lassen, um eine eventuelle Metastasierung auszuschließen. Bei manchen Tumoren sollte stets versucht werden den regionalen Lymphknoten mit zu punktieren (z. B. Mastzelltumor)

Blutbild

Je nachdem welche Therapie angebracht ist, z.B. eine chirurgische Entfernung, ist es ratsam ein Blutbild anzufertigen. So kann man sicherstellen, dass der Hund z. B. keine Anämie, Nieren- oder Lebererkrankung hat.
Manche denken sich bestimmt, warum soll ich nach all den Untersuchungen nun auch noch 60 € für ein Blutbild ausgeben. Aber ein Hund der vielleicht doch eine Nierenerkrankung hat, muss ganz anders in einer Operation behandelt werden, wie ein gesunder Hund.
Wenn der Verdacht eines Mastzelltumors besteht, sollte auch das Blut auf mögliche Mastzellen untersucht werden. Dazu wird eine spezielle Untersuchung, des sogenannten Buffy Coat, angefertigt.

Weitere Untersuchungen

Manchmal ist es nötig noch weiterführende Untersuchungen zu veranlassen.
Zum Beispiel eine Blutgruppenbestimmung, wenn ich einen sehr großen und gut durchbluteten Tumor habe, bei der eine Blutkonserve eventuell nötig wird,.
Dobermänner, Schäferhunde leiden recht häufig an Erbkrankheiten, die die Blutgerinnung negativ beeinflussen können. Wenn solch eine Erkrankung vorliegt, ist es immer besser, sowas vor einer Operation abzuklären. Leider kommt auch das immer mal vor, ein frischoperierter Hund der blutend in die Tierklinik gebracht wird, weil er eben an solch einer Gerinnungsstörung leidet und es nicht mehr aufhört zu bluten.
Wenn es Auffälligkeiten bei der allgemeinen Untersuchung gibt, dann sollte man diese vor einer nötigen Operation abklären, zum Beispiel Herzerkrankungen durch ein Herzultraschall etc.

Die Pathologische Untersuchung – Ein Muss nach jeder Tumorentfernung

Häufig stellt die chirurgische Entfernung (Tumorexstirpation) des Knotens die Therapieoption der Wahl dar. In jedem Fall sollte der Hauttumor nach der Entfernung zur pathologischen Untersuchung weggeschickt werden.

Auch das hat zwei Gründe:
1. Nur eine pathologische und histologische Untersuchung kann die endgültige Diagnose stellen
2. Randbeurteilung: Sehr wichtig für die Prognose, ist die Beurteilung der Ränder des Tumors. Nur bei einem Tumor der vollständig im gesunden Gewebe entfernt wurde, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dieser nie wieder auftritt. Man spricht hier vom Rezidiv. Bei bösartigen Tumoren sollten das nicht nur Millimeter sein. Wenn Restzellen verblieben sind oder das Gewebe nur ganz knapp im Gesunden entfernt wurde, kann eine weitere Behandlung, je nach Tumor, nötig sein. Dies wären z. B. eine Nachbestrahlung oder eine Chemotherapie. In manchen Fällen auch eine Nachresektion (nochmalige chirurgische Entfernung des Tumors).

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Die wichtigsten Hauttumore des Hundes

Einige Hauttumore haben eine gewisse Lokalisationspräferenz, d.h. sie kommen vorzugsweise an bestimmten Stellen (Kopf, Gliedmaßen, Rücken, Brust oder Bauchwand) des Körpers vor. Insgesamt sagt man, 20 – 30 % aller Hauttumoren des Hundes sind bösartig.

Die häufigsten, gutartigen Hauttumore (Kurzvorstellung)

Papillome (Warzen)

Man unterscheidet zwei Formen. Bei jungen Hunden tritt, durch Infektion mit einem Virus (canine Papillomavirus) die Papillomatose auf. Kennzeichen dieser Erkrankung sind mehrere flache bis gestielte oder blumenkohlartige Umfangsvermehrungen an der Mundschleimhaut, Augenlidern, Ohren, Gliedmaßen, äußeren Geschlechtsorganen und anderen Lokalisationen. Sie können durch direkten Kontakt zwischen Hunden übertragen werden. Ist das Immunsystem des Hundes beeinträchtigt, wird die Entstehung begünstigt. In vielen Fällen kommt es innerhalb von 3 Monaten zur spontanen Rückbildung. In manchen Fällen ist eine Behandlung mit Autovakzinen nötig (ein Labor erstellt, aus eingeschicktem Warzenmaterial einen Impfstoff). Falls nötig, können die Warzen auch mittels vereisen (Kryotherapie) oder Elektrochirurgie entfernt werden.
Papillome bei älteren Hunden kommen meist einzeln vor und können bei Bedarf chirurgisch oder kryochirurgisch entfernt werden.
Rocky litt im Jugendalter auch unter Papillome im Maulbereich, diese bildeten sich nach einiger Zeit vollständig von alleine zurück.

Kutanes Histiozytom

Dieser Hauttumor ist zumeist gutartig und kommt überwiegend bei jüngeren Hunden auf. Meistens sind Kopf und Gliedmaßen betroffen und in der Regel bilden sich die Histiozytome innerhalb von 2-3 Monaten von selbst wieder zurück.

Lipome

Lipome sind Tumore des Fettgewebes. Sie kommen sehr  häufig vor. Meistens treten Lipome bei älteren Hunden auf. Sie können überall am und im Körper auftreten. Sie sind weich, reizlos, verschieblich und können in der Größe beträchtlich variieren.

Basalzelltumoren (Basaliom)

Auch die Basalzelltumore sind gutartige Hauttumore. Häufig auftretend bei Hunden mittleren Alters, vor allem am Kopf- und Halsbereich. Cocker Spaniel und Pudel sind gehäuft betroffen.

Daneben gibt es Tumoren der Haaranlagen, der Talg- und Schweißdrüsen, die überwiegend gutartig sind.
Tumore der Talgdrüse treten meist an Kopf, Gliedmaßen und Hals auf und sehen warzenähnlich aus. Häufig sind Cocker Spaniel, Pudel und Terrier betroffen.

Häufig auftretende, bösartige Hauttumore (Kurzvorstellung)

Plattenepithelkarzinom

Plattenepithelkarzinome kommen häufig vor. UV Strahlung oder auch Viren (Papillomaviren) können die Entstehung begünstigen. Insbesondere hellhäutige und wenig pigmentierte Tiere sind anfällig (z. B. Ohrränder oder Nasenspiegel, weißer Katzen). Plattenepithelkarzinome entstehen häufig an in der Haut, den Zehen, Milchleiste und Maulhöhle. Vor allem Schnauzer neigen zur Entstehung von Plattenepithelkarzinomen der Zehe. In der Regel sind Plattenepithelkarzinome der Haut eher flach, blutend, entzündlich -ulzeriert verändert und zeigen eine schlechte Heilungstendenz. Seltener sind sie erhaben und dann zeigen sie eine blumenkohlähnliche Struktur. Metastasten werden selten gebildet. Die chirurgische Entfernung (großzügig) ist Therapie der Wahl.

Mastzelltumoren

Auch Mastzelltumore treten sehr häufig auf, vor allem an Gliedmaßen, Rumpf, Kopf und Anal- bzw. Genitalbereich. Boxer sind gehäuft betroffen. Außerdem treten Mastzelltumore bei Hunden jeden Alters auf. Sie zeichnen sich durch ein äußerst variables Erscheinungsbild aus, Juckreiz, Blutungen, Entzündungen… Das Verhalten des Tumors ist sehr unterschiedlich. Man unterscheidet 3 Grade (Grad 1: wenig bösartiges Verhalten, Metastasierung sehr selten, Grad 2: mittleres bösartiges Verhalten und Metastasierungsniveau, eine ausreichend großzügige chirurgische Entfernung kann ausreichend sein, Grad 3: stark bösartiges Verhalten und Metastasierungsneigung, schlechte Prognose). Sie wachsen invasiv und können je nach Grad unterschiedlich schnell metastasieren. Je nach Metastasierung, unterscheidet man zwischen einer lokalen und einer systemischen Form.  Auf Grund seiner Bedeutung und Komplexität stelle ich dir in diesem Artikel den Mastzelltumor näher vor.

Weichteilsarkome

Bei dieser Gruppe gehen die entarteten Zellen vom Bindegewebe, Muskulatur oder Fett aus (mesenchymaler Ursprung).
Der Name des Tumors leitet sich vom Ursprungsgewebe ab, z. B. Fibrosarkom (vom Bindegewebe ausgehend), Hämangiosarkom (vom Endothel der Blutgefäße (innere Auskleidung der Blutgefäße) ausgehend). Diese Tumore können überall im Körper auftreten. Weichteilsarkome der Haut, wachsen sehr stark in das umliegende Gewebe ein und metastasieren in der Regel erst spät in Lunge oder Lymphknoten. Bei einer chirurgischen Entfernung des Tumors, sollte wegen des starken Hineinwachsens in das umliegende Gewebe, ein Abstand von 3 cm in alle Richtungen eingehalten werden.
Auch das Liposarkom, die bösartige Ausprägungsform des Lipoms, gehört zur Gruppe der Weichteilsarkome, kommt aber ausgesprochen selten vor.

Melanome

Melanome können sowohl gutartig, als auch bösartig sein. Sie kommen in der Haut, an den Zehen und im Bereich der Mundschleimhaut vor. Melanome der behaarten Haut sind nur zu 25-50 % bösartig. Die Melanome, die im Bereich der Maulhöhle und Zehen auftreten, sind deutlich häufiger bösartig. Maligne Melanome neigen häufig zur Streuung in Lymphknoten, Lunge und Bauchhöhlenorgane.

Daneben gibt es noch etliche andere Tumroarten.

Ich hoffe, ich konnte euch das Thema „Hauttumore“ etwas näher bringen. Leider ist das ein sehr häufiger Vorstellungsgrund in der Klinik. Umso wichtiger finde ich, dass man als Tierhalter entsprechend sensibilisiert ist und frühzeitig einen gefundenen Knoten untersuchen und diagnostizieren lässt, um seinen Hund somit die bestmöglichst therapieren zu können.

Hast du schon Erfahrungen mit Hauttumoren gemacht? Wenn ja, würde ich mich sehr freuen, wenn du diese Erfarhung mit mir teilt. Genauso freue ich mich über Fragen oder Anregungen.

Hab einpaar schöne Tage mit deinem Vierbeiner.

Deine Anja

3 thoughts on “Dein Hund hat einen Knubbel, einen Knoten? – Alles über Hauttumore erfährst du hier!

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